
Die Potsdamer Garnisonkirche
Baugeschichte – Ausstattung – Bedeutung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2008
Zusammenfassung
Neben der Frauenkirche in Dresden ist die Potsdamer Garnisonkirche das 'ganz andere' bedeutende Beispiel protestantischen Kirchenbaus im 18. Jahrhundert. Seit Jahren wird über die Rekonstruktion auch dieser Kirche, die einst die Silhouette der Stadt entscheidend mitbestimmte, nachgedacht und teils heftig gestritten. Ludwig Bambergs Darstellung kann dazu dienen, die Diskussion zu versachlichen und auf fundiertem Niveau zu führen. Der Verfasser beschreibt eingehend die Baugeschichte und das Erscheinungsbild der Kirche aus kunstgeschichtlicher und städtebaulicher Sicht. Dabei spürt er der Person ihres Bauherrn Friedrich Wilhelm I. nach und geht auf die besondere konfessionelle Situation in Brandenburg-Preußen ein. Er stellt die Frage nach den Vorbildern und bietet so nebenher einen Abriß des protestantischen Kirchenbaus. Eingehend wird das Innere der Garnisonkirche gewürdigt, wobei auch auf die – im Vergleich zu anderen zeitgenössischen Kirchenbauten – zunächst 'fehlende' Ausstattung eingegangen wird. Die Nachfolger des Bauherrn rieben sich an der spartanischen Haltung der ursprünglichen Ausstattung und machten den Innenraum zu ihrem bevorzugten Betätigungsfeld. Zuletzt erschien hier der Bau Friedrich Wilhelms I. in 'wilhelminischem' Gewand. Weitreichende Pläne zur Ergänzung und auch Änderung der äußeren Gestalt, die den ursprünglichen Baugedanken geradezu pervertiert hätten, gelangten dagegen nicht zur Ausführung. Ausgehend von den Stadterweiterungen Friedrich Wilhelms I. kennzeichnet der Autor die städtebauliche Bedeutung der Kirche und insbesondere ihres Turms für das Erscheinungsbild der Schloßfreiheit, für die auf das Stadtschloß zuführenden Achsen und für die von der unvergleichlichen Seenlandschaft gefaßte Silhouette der Stadt. Schon mit der Beisetzung Friedrichs II. in der Gruft begann die ideologische Instrumentierung des Bauwerks. Sie führte bis hin zum sogenannten 'Tag von Potsdam', als sich Hindenburg und Hitler die Hand reichten. Am Ende schlug diese Entwicklung auf sie vernichtend zurück. Luftangriffe zerstörten die Potsdamer Altstadt und mit ihr die Garnisonkirche. Walter Ulbricht schließlich ließ 1968 die Ruine als angebliche Insignie des preußischen Militarismus sprengen. Der Verfasser studierte Architektur und Kunstgeschichte. 1935 in Potsdam geboren, erlebte er die heile Kirche, die brennende Kirche, die Versuche ihrer Rettung, die Durchsetzung ihres Abbruchs und die Diskussion um ihre Rekonstruktion, die nun in Aktivitäten zu deren Realisierung münden.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2008
- Copyrightjahr
- 2008
- ISBN-Print
- 978-3-936872-86-6
- ISBN-Online
- 978-3-86732-825-8
- Verlag
- Lukas Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 216
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff
- Die Entscheidung für Potsdam. Die großen Achsen (1660–1713) Kein Zugriff
- Die neue Funktion. Die erste Erweiterung (1713–32) Kein Zugriff
- Die zweite große Stadterweiterung (1732–40) Kein Zugriff
- Die religiöse Situation in Brandenburg-Preußen. Die Haltung des Königs Kein Zugriff
- Die Entscheidung für eine Hof- und Garnisonkirche als Simultankirche. Kein Zugriff
- Der erste Kirchenbau Kein Zugriff
- Die Baudurchführung Kein Zugriff
- Der Kirchenraum Kein Zugriff
- Die Ausstattung Kein Zugriff
- Die fehlende Ausstattung Kein Zugriff
- Die Einweihung Kein Zugriff
- Schloßkapellen als erste Vorbilder Kein Zugriff
- Emporen als Gestaltungselemente Kein Zugriff
- Der Querraum als angemessener protestantischer Kirchenraum Kein Zugriff
- Kirchenbautraktate als Maßstab Kein Zugriff
- Das Äußere der Kirche Kein Zugriff
- Der Turm und seine Ausstattung Kein Zugriff
- Der Architekt Philipp Gerlach Kein Zugriff
- Die Vorbilder des Turmes Kein Zugriff
- Die Garnisonkirche als markantes Glied des städtebaulichen Ensembles. Die Ausbildung der Potsdamer Stadtsilhouette Kein Zugriff Seiten 110 - 131
- Die Einwirkungen Friedrichs II. und Friedrich Wilhelms II. Kein Zugriff
- Die Maßnahmen Friedrich Wilhelms III. Kein Zugriff
- Die Ergänzungen Friedrich Wilhelms IV. und seine weitreichenden Pläne Kein Zugriff
- Die Veränderungen unter den Kaisern Kein Zugriff
- Der Erhalt der Garnisonkirche in der Weimarer Republik Kein Zugriff
- Die Instrumentalisierung und Demolierung der Kirche im »Dritten Reich« Kein Zugriff
- Die Vernichtung des Ensembles der Schloßfreiheit zur Zeit der DDR Kein Zugriff
- Die Debatte um den Wiederaufbau Kein Zugriff Seiten 165 - 169
- Anlagen Kein Zugriff
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Verzeichnis der zitierten Literatur Kein Zugriff
- Abbildungsnachweis Kein Zugriff





