
Das Private vor Gericht
Verhandlungen des Eigenen in der nationalsozialistischen Rechtspraxis- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Privatsphäre und bürgerliche Rechtsansprüche unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur.Das Gericht ist die Bühne der Offenlegung und Vermessung von Privatheit. Nirgends treffen Privatangelegenheiten und öffentliche Gewalt so unmittelbar aufeinander wie dort. Das galt insbesondere für das »Dritte Reich«: Die Realität der »Volksgemeinschaft« wurde vor Gericht verhandelt. Juristische Ermittlungen und Entscheidungen konnten Privaträume einschränken, zerstören - oder gewähren.Annemone Christians untersucht erstmals, wie das NS-Rechtssystem mit Privatheit und Selbstbestimmung umging. Wie sah der juristische Entscheidungsprozess aus, wenn »Eigennutz« auf »Gemeinnutz« traf? In den Verfahren an Amts- und Landgerichten über Ehescheidungen, Mietstreitigkeiten, Eigentumszwiste und Pfändungen loteten Richter, Anwälte und Rechtsuchende täglich aus, welches Eigeninteresse Recht bekam und wie viel Autonomie im »totalen Staat« möglich war. Im Zivilrecht gestand das Regime den »Volksgenossen« durchaus private Rückzugsräume zu, doch im (Sonder-)Strafrecht verschob es die Grenzen zwischen einer privaten und einer öffentlichen Sphäre radikal.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-8353-3688-9
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4489-1
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 316
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- I. Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 16
- 1. »Totaler« Staat und »Volksgemeinschaft« Kein Zugriff
- 2. Rechtsgeschichte und »Drittes Reich« Kein Zugriff
- 3. Die Entwicklung des Privatrechts Kein Zugriff
- 4. Eigensphäre versus Gemeinschaft Kein Zugriff
- 1. Nationalsozialistische Modi der Konfliktlösung Kein Zugriff
- 2. Eingriffe in das Zivilverfahrensrecht Kein Zugriff
- 3. Entgrenzungen des Verfahrensrechts im Strafprozess Kein Zugriff
- 4. Zeugen und Geheimnisse Kein Zugriff
- 5. Das Gericht als Bühne Kein Zugriff
- 1. Das nationalsozialistische Eherecht von 1938: Zerrüttung als neuer Scheidungsgrund Kein Zugriff
- Cui bono? Private und staatliche Trennungsinteressen Kein Zugriff
- Die Aufhebung der häuslichen Gemeinschaft Kein Zugriff
- Die Bagatellisierung ehelicher Gewalt Kein Zugriff
- 3. Scheidungsfolgen: Gütertrennung, Unterhalt und Ehewohnung Kein Zugriff
- Verfahrensbeispiele: Pfändung und Zwangsvollstreckung Kein Zugriff
- Verfahrensbeispiele: Mietverhältnisse Kein Zugriff
- Verfahrensbeispiele: Schwarzschlachtung Kein Zugriff
- 4. Forderungen an das Reich: Kriegsschädenrecht und Schadenersatz Kein Zugriff
- 1. Entmündigte »Volksgenossen«: Die Verfolgung von »staatsfeindlichen Äußerungen« Kein Zugriff
- 2. Das »Heimtückegesetz« in der Praxis Kein Zugriff
- 3. Grenzenlose Überwachung? Die Ahndung des heimischen Schwarzhörens Kein Zugriff
- VII. Die Revisio der Privatheit Kein Zugriff Seiten 281 - 292
- Dank Kein Zugriff Seiten 293 - 294
- Abkürzungen Kein Zugriff
- Archive Kein Zugriff
- Zeitschriften und Zeitungen Kein Zugriff
- Gedruckte Quellen und Literatur Kein Zugriff
- Personen- und Ortsregister Kein Zugriff




