
Zeitnormen
Zeit- und Freiheitskonflikte im Kapitalismus- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
Der Kapitalismus hat eine ihm eigene Zeitordnung hervorgebracht, die bis heute unseren Alltag, unsere Arbeit und unsere Vorstellungen von einem gelungenen Leben prägt. Zeit wird im Kapitalismus zu einer Norm, die beeinflusst, was als produktiv, sinnvoll und wertvoll gilt und was nicht. Gesche Keding untersucht, wie diese Zeitordnung funktioniert, auf welche Weise sie fremdbestimmt und entfremdet und wie sie zugleich Freiheit ermöglicht. Damit schlägt sie auch ein neues Verständnis von Normativität vor. Die Studie bezieht zudem Zeit jenseits der kapitalistischen Zeitordnung ein, die mit Endlichkeit und Richtung andere faktische Grenzen setzt. Diese Erfahrung der Zeit kennzeichnet die Autorin als Tragik. Während die Zeitnorm des Kapitalismus kritisiert werden muss, müssen die Eigenschaften der Zeit hingenommen werden. Auch die Hinnahme dieser Tragik zeigt eine kritische Wirkung, entzieht sie dem Kapitalismus doch einen Teil der von ihm selbst hervorgebrachten Illusion unendlicher Möglichkeiten.
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Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 9783958324602
- ISBN-Online
- 978-3-7489-7698-1
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 361
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 12Autor:innen:
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 30
- 1.1 Die Vielfalt von Zeitnormen in Henrik von Wrights Typen sozialer Normen Kein Zugriff
- 1.2 Der Aufstieg von Zeitnormen Kein Zugriff
- 2.1 Gleichmäßig fließende und messbare Zeit – abstrakte Zeit Kein Zugriff
- 2.2 Die universelle Verbreitung abstrakter Zeit Kein Zugriff
- 2.3 Die Anwendung abstrakter Zeit als Bewertung von Handlungen und Ereignissen Kein Zugriff
- 2.4 Die Zeitnorm des Kapitalismus Kein Zugriff
- 3 Zeitnormen als Pseudoform »starker Bewertungen« Kein Zugriff
- 4 Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1 Normen bei Henrik von Wright – Grenzen des Ansatzes Kein Zugriff
- 2.1 Distanznahme zur Welt Kein Zugriff
- 2.2 Normativität als Weltbezug Kein Zugriff
- 2.3 Zwei Arten von Möglichkeiten Kein Zugriff
- 2.4 Der positive Realisierungsmarker oder die Affirmation Kein Zugriff
- 2.5 Schlussfolgerung Kein Zugriff
- 3.1 Explizite und implizite Normen Kein Zugriff
- 3.2 Rationalität und praktische Vernunft, Gründe geben und nehmen Kein Zugriff
- 3.3 Normative Kraft Kein Zugriff
- 3.4 Reichweite, Geltung Kein Zugriff
- 3.5 Schlussfolgerung Kein Zugriff
- 4.1 »Vermittlungstheorie« versus »Kontakttheorie« Kein Zugriff
- 4.2 Normativität als Beziehung Kein Zugriff
- 5 Die Zeitlichkeit von Normativität Kein Zugriff
- 6 Zusammenfassung Kein Zugriff
- 1 Entfremdung in Postones Marx-Neuinterpretation Kein Zugriff
- 2 Entfremdung erster Ordnung – Fremdheit Kein Zugriff
- 3 Expressivismus Kein Zugriff
- 4.1 Zeitlichkeit des Handelns ist konkrete Zeit Kein Zugriff
- 4.2 Ausdruck und Entfremdung Kein Zugriff
- 4.3 Steigerungszwang als sich verselbstständigender Zweck Kein Zugriff
- 4.4 Entfremdung und der soziale Kontext Kein Zugriff
- 5 Schlussfolgerung und Ausblick Kein Zugriff
- 1 Entfremdungskritik ist ethische Kritik Kein Zugriff
- 2 Immanente Kritik Kein Zugriff
- 3.1 Spezifische Probleme immanenter Kritik an Zeitnormen – das erste Problem Kein Zugriff
- 3.2 Spezifische Probleme einer Kritik der Zeitnormen – das zweite Problem Kein Zugriff
- 4.1 Zwei Präzisierungen immanenter Kritik – eine Antwort auf das zweite Problem Kein Zugriff
- 4.2 »Mit der Kritik von vorn beginnen« – eine Antwort auf das erste Problem Kein Zugriff
- 5 Zeitlichkeit der Kritik Kein Zugriff
- 1.1 »Die Gegenwart der Tragödie« Kein Zugriff
- 1.2 Die Gegenwart der Tragik Kein Zugriff
- 2.1 Zwei unvereinbare Perspektiven in zwei frühen Projekten Kierkegaards Kein Zugriff
- 2.2 Zeitlichkeit der Subjektivität bei Kierkegaard und zwei diesbezügliche Varianten zu leben Kein Zugriff
- 2.3 Wir normativen Tiere und Kierkegaards zwei Varianten, sein Leben möglichst gut zu leben Kein Zugriff
- 2.4 Die Tragik des jeweils gegenwärtigen Schnittpunkts von Zeitlichkeit und Normativität Kein Zugriff
- 3.1 Identitätsentwicklung in der flexibilisierenden Moderne Kein Zugriff
- 3.2 Verwaltung der Optionen und Potentialitäten mit abstrakter Zeit – »schwache Werte« Kein Zugriff
- Schluss: Konflikt der Freiheit Kein Zugriff Seiten 335 - 342
- Dank Kein Zugriff Seiten 343 - 343
- Literatur Kein Zugriff Seiten 344 - 360





