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Cover des Buchs: Die deutsche Konsumgesellschaft Ost und West der 1950er bis 1980er Jahre
Sammelband
Verlag: Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Baden-Baden
Konsum wird aus gegenwärtiger Perspektive vorwiegend kritisch eingeordnet – in Zeiten von Klimawandel, Ressourcenverschwendung und Wirtschaftskrisen ist er zum Kulminationspunkt für notwendige Debatten um Verteilungsgerechtigkeit und Verzicht geworden. Aus historischer Sicht ist Seiendes jedoch stets Gewordenes und beruht auf spezifischen kulturellen Entwicklungen, die es – auch mit Blick auf mögliche Veränderungen – erst einmal zu verstehen gilt. Ziel der Schriftenreihe ist es, unterschiedliche Aspekte von Konsumkulturen, unter die im Sinne eines erweiterten Begriffsverständnisses auch vor- und nachgelagerte Prozesse der Produktion, Distribution, des Ver- und Gebrauchs sowie der Entsorgung von Objekten und Materialien fallen, in ihrer Heterogenität stärker sichtbar zu machen. Gleichwohl sollen in der Publikationsreihe keine rein technik- oder wirtschaftsfokussierten Studien erscheinen, sondern Arbeiten, die die Genese von und den Umgang mit Konsumgütern aus sozialen und alltagspraktischen Perspektiven heraus beleuchten. Der fachspezifische Fokus liegt daher auf den Kulturwissenschaften (Europäische Ethnologie, Vergleichende bzw. Empirische Kulturwissenschaft, Kulturanthropologie) und Nachbardisziplinen wie der Geschichte und der Soziologie. Konkrete Themenfelder und -schwerpunkte bestehen in den Bereichen Agrar und Nahrung sowie Populär-, Kleidungs- oder Wohnkulturforschung, aber auch Studien zu spezifischen Käufer:innengruppen, zu hochpreisigen profanen und sakralen Konsumgütern, zum Thema „Sammeln“ und nicht zuletzt im Kontext kolonialer Ausbeutungsverhältnisse sind von zentralem Interesse. Ziel ist es, zum Verständnis der historischen Entstehung heutiger Konsumkulturen und ihrer ungleichen globalen Verteilung beizutragen. Daher erscheinen in der Reihe vor allem Arbeiten, die sich mit Entwicklungen von der Frühen Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert befassen, aber auch eine Veröffentlichung gegenwartsorientierter Studien mit einschlägigem Schwerpunkt ist selektiv möglich. Es werden vor allem Einreichungen begrüßt, die auf Dissertations- und Habilitationsschriften beruhen, ebenso wie thematisch relevante Sammel- und Tagungsbände.
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