Heide Schlüpmann geht im Gespräch mit Daniel Fairfax, Nora Neuhaus und Felix Trautmann der zentralen Bedeutung Siegfried Kracauers für die Entwicklung ihres eigenen Denkens sowie für die Anfänge der Filmwissenschaft in Frankfurt nach. Die...
Der Beitrag konkretisiert das Misstrauen, das als gemeinsamer Nenner der ›Querdenken‹-Mesalliance Furore machen kann. Wohl profitiert diese von seiner affektiven Seite, um politische Kollektive hervorzubringen und Veränderungen in der...
Gefährden »Verschwörungstheorien« die Demokratie? Der Beitrag unterzieht diese vermeintlich einfach zu beantwortende Fragestellung einer politiktheoretischen Überprüfung. Er argumentiert, dass es sich bei den vieldiskutierten Phänomenen wie...
Ist Misstrauen ein Kennzeichen und Mechanismus totalitärer Regime, oder findet es sich auch in liberalen Demokratien? Am Beispiel der deutschen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts untersucht der Artikel verschiedene Formen und Ausprägungen des...
Thorstein Veblens eigenwillige wirtschaftswissenschaftliche Ideen machten ihn zum bedeutendsten Bilderstürmer im Zeitalter des Ikonoklasmus. Eine essayistische Rezension von Charles Camics Biographie Veblen: The Making of an Economist Who Unmade...
Die Klimafrage stellt Gesellschaften vor Realitätsprüfungen. Einer Prüfung unterzogen wird neben Wirtschaft, Politik und Staat auch die Soziologie als Gesellschafts-, Krisen- und Gegenwartswissenschaft: Was kann sie zur Beantwortung...
Der Beitrag untersucht den Umgang mit Konflikten durch organisiertes Misstrauen und die Weise, wie Vertrauen in von tiefsitzenden sozialen Gräben geprägten Kontexten wiederhergestellt werden kann – sei es auch nur auf Zeit. Es wird gezeigt, dass...
Gemäß einer weitverbreiteten Ansicht leben wir in einem Zeitalter des Misstrauens. In vielen Fällen handelt es sich dabei um Misstrauen zwischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, das zu einer ernsthaften Gefahr für die Demokratie werden kann. Der...
Charakteristisch für die Spätmoderne ist ein Bewusstsein, das für sich beansprucht, nüchtern erkannt zu haben, wie die Welt nun einmal funktioniere; das sich aufgeklärt gibt, um jede gesellschaftliche Zumutung als unausweichlich hinzunehmen. In...
Im Projekt VERSUS-Corona untersuchen wir seit März 2020 die Transformation von Versorgung während der Pandemie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unsere Analyse komplexer Verschiebungen zwischen institutionellen, verwandtschaftlichen...
Der Artikel untersucht die Autofiktionen des US-amerikanischen Autors Tao Lin im Kontext der Sozialität des Netzwerks. Damit rückt ein spezifischer Aspekt von Andreas Reckwitz’ Singularisierungstheorie in den Fokus, den Reckwitz selbst nicht im...
Der Artikel betrachtet das Werk Silvia Bovenschens mit besonderem Blick auf ihr Verhältnis zur Kritischen Theorie, insbesondere zum Werk Theodor W. Adornos. Das Verhältnis, das sich auch in anderen Bereichen Bovenschens politischer und...
In den erzählten Aufstiegswünschen und Abstiegsängsten aktueller autosoziobiografischer Erzähltexte scheinen sich Aspekte der von Andreas Reckwitz diagnostizierten Gesellschaft der Singularitäten wiederzufinden. Romane wie Nicolas Mathieus Wie...
Durch eine originelle Interpretation der Interviewform schafft Rachel Cusk eine paradoxe Autofiktion, ein Subjekt, das »sich selbst findet«, indem es eine Reise durch das Leben anderer unternimmt. Cusk führt uns zu einer Neudefinition des...
Welche Beziehung besteht zwischen einer philosophischen oder theoretischen Auffassung der Seele (bzw. des Geistes) und der Auffassung der Seele (bzw. des Geistes) von sich selbst? Sollte letztere Bedingungen aufstellen, der die erstere genügen...
Die Historisierung der Autofiktion führt in den gängigen Darstellungen zu ihren angeblichen Ursprüngen im Frankreich der 1970er Jahre. Doch die Frage, warum eine große Zahl von Autor_innen – von denen Karl Ove Knausgård besonders viel...
In diesem Beitrag werden Hintergründe und Wege der Gründung des Instituts für Sozialforschung dargestellt. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Rolle Felix Weils gelegt, der nicht nur bezüglich der finanziellen Grundlagen, sondern auch in...
Anhand von Celia Paul und Cecily Brown erzählt Rachel Cusk beispielhaft das unterschiedliche Leben zweier Malerinnen, das sich in einem historisch männerdominierten Medium entwickelt.
Erinnerungspolitik und Recht scheinen kaum Berührungspunkte zu haben. So jedenfalls legt es die aktuelle Debatte nahe. Ein genauerer Blick zeigt allerdings, dass das Recht in zwiespältiger Weise mit dem kulturellen Gedächtnis einer Gesellschaft...
In diesem Beitrag wird hervorgehoben, dass das Werk des verstorbenen Soziologen Ulrich Oevermann weit mehr zu bieten hat als die Grundlegung der Objektiven Hermeneutik. Es enthält einen eigenständigen Ansatz einer Konstitutions- und...
In der Einleitung zum Stichwort zeichnet Johannes Völz die gegenwärtige Diskussion um »Autofiktion« als eine zeitdiagnostische nach. Um den zeitdiagnostischen Impetus der öffentlichen Debatte ernst zu nehmen, ohne diese einfach zu replizieren,...
Der Beitrag diskutiert mit Blick auf prominente Vertreter autofiktionalen Schreibens wie Édouard Louis oder Karl Ove Knausgård, ob es sich bei deren programmatischer Direktheit und Kunstlosigkeit um Fälle jener von dem Soziologen Andreas Reckwitz...