Theodor Eschenburgs Mitwirkung an »Arisierungen« im Dritten Reich

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Bibliographische Infos


Cover der Ausgabe: ZfP Zeitschrift für Politik Jahrgang 63 (2016), Heft 3
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ZfP Zeitschrift für Politik

Jahrgang 63 (2016), Heft 3


Autor:innen:
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Copyrightjahr
2016
ISSN-Online
2941-8879
ISSN-Print
0044-3360

Kapitelinformationen


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Jahrgang 63 (2016), Heft 3

Theodor Eschenburgs Mitwirkung an »Arisierungen« im Dritten Reich


Autor:innen:
ISSN-Print
0044-3360
ISSN-Online
2941-8879


Kapitelvorschau:

Der Tübinger Ordinarius Theodor Eschenburg war einer der herausragenden Gründerväter der Politikwissenschaft im Nachkriegsdeutschland. Über ihn wird seit 2011 eine heftige Kontroverse geführt. Sie bezieht sich vor allem auf seine Rolle im Dritten Reich, insbesondere seine Mitwirkung an »Arisierungen«. Vorliegender Beitrag diskutiert alle bisher bekannten Fälle, die aber infolge der Vernichtung der Dienststelle Eschenburgs durch alliierte Bombenangriffe nur durch wenige Quellensplitter dokumentiert sind. Aber auch auf dieser schmalen Quellenbasis kann nachgewiesen werden, wie problematisch die Urteile von Rainer Eisfeld und Anne Rohstock sind, die Eschenburg ohne Einschränkung als einen »Täter« bei der Judenverfolgung brandmarken. Denn es gibt Belege, dass Eschenburg und seine Dienststelle nicht nur Stellungnahmen abgaben, die für die »Arisierung« oder Liquidierung jüdischer Betriebe votierten, sondern sich auch für solche Unternehmen und ihre jüdischen Besitzer einsetzten. Welche Aspekte auf Dauer stärker zu gewichten sind, hängt davon ab, ob weitere Dokumente gefunden werden, die möglicherweise eine neue Beleuchtung der Zusammenhänge ergeben.

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