„Peak Capitalism?“ Wachstumsgrenzen als Grenzen des Kapitalismus
Inhaltsverzeichnis
Bibliographische Infos

WSI-Mitteilungen
Jahrgang 67 (2014), Heft 7
- Autor:innen:
- | | | | | | | | | | | | | | | | |
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Copyrightjahr
- 2014
- ISSN-Online
- 2942-3554
- ISSN-Print
- 0342-300X
Kapitelinformationen
Jahrgang 67 (2014), Heft 7
„Peak Capitalism?“ Wachstumsgrenzen als Grenzen des Kapitalismus
- Autor:innen:
- ISSN-Print
- 0342-300X
- ISSN-Online
- 2942-3554
- Kapitelvorschau:
Der Beitrag thematisiert die Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus als eines sozioökologischen Weltsystems, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass es jegliche Natur, die außermenschliche wie die menschliche, seinem Bewegungsgesetz unterwirft. Auch im modernen Hightech-Kapitalismus bleibt die Dynamik der Akkumulation abhängig von „Gratisleistungen der Natur“ (Karl Marx). Heute aber sind nicht allein auf der „input“-Seite absolute Grenzen der Natur erkennbar, die nur in harten Konflikten und unter Einsatz von Gewaltmitteln zum Schutz partikularer Interessen überschritten werden können. Bedrohlicher noch ist, dass wir den „planetarischen Grenzen“ auf der „output“-Seite der kapitalistischen „Weltvernichtungsmaschine“ näherrücken. Gelingt es nicht innerhalb kurzer Zeit, den Ressourcenverbrauch und die Schadstoffproduktion zu begrenzen, die mit der spezifisch kapitalistischen Form von Produktion, Konsum und Lebensweise verbunden sind, erledigt sich die Frage nach der Zukunft des Kapitalismus als eines weltökologischen Systems auf eine erdgeschichtlich radikale Weise.
