Das Wissen der Literatur über Selbstoptimierung
Inhaltsverzeichnis
Bibliographische Infos

Optimierung des Selbst
Konzepte, Darstellungen und Praktiken
- Autor:innen:
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- Reihe
- Edition Kulturwissenschaft
- Band
- 269
- Verlag
- transcript, Bielefeld
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-8376-6134-7
- ISBN-Online
- 978-3-8394-6134-1
Kapitelinformationen
Das Wissen der Literatur über Selbstoptimierung
- Autor:innen:
- ISBN-Print
- 978-3-8376-6134-7
- ISBN-Online
- 978-3-8394-6134-1
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Die fundamentale Transformation der Subjektivierungspraktiken in den letzten 50 Jahren wurde inzwischen in vielen Fachdisziplinen untersucht. Insbesondere in der Soziologie, in der Psychologie, in der Medienwissenschaft aber auch in Fächern wie der Ökonomie oder der Medizin findet sich Fachliteratur zum übergreifenden Thema der Selbstoptimierung. Am prominentesten beschäftigen sich die sogenannten ›Gouvernementalitätsstudienʻ mit dem Aufkommen der neuen Subjektivierungsfigur der Selbstoptimierung. Die Subjektivierungsfigur der Selbstoptimierung wird von den Gouvernementalitätsstudien als das Resultat einer Übertragung ökonomischer Logiken auf dezidiert nicht ökonomische Felder verhandelt. Jenseits der Gouvernementalitätsstudien gibt es aber auch Untersuchungen, die eher ein Moment der Selbstermächtigung in den neuen Subjektivierungspraktiken sehen und weniger eine Unterwerfung unter neoliberale Logiken. In diesem Beitrag geht es aber nicht darum, die außerliterarischen Felder und ihr Wissen über die neuen Subjektivierungsweisen wiederzugeben und darzustellen. Vielmehr soll in prägnanter Form das Feld der gegenwartsliterarischen Selbstoptimierungsdarstellungen vermessen werden. Auch in der Literatur werden Wissensdiskurse verhandelt, moduliert und neu hervorgebracht. Literarische Texte zeigen Facetten der Selbstoptimierung, die so nicht in den außerliterarischen Forschungen vorzufinden sind.
