Am Rande des Journalismus. Rollenverständnis und Transformationspotenzial peripherer Akteur:innen in der DACH-Region

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Cover der Ausgabe: M&K Medien & Kommunikationswissenschaft Jahrgang 74 (2026), Heft 2
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M&K Medien & Kommunikationswissenschaft

Jahrgang 74 (2026), Heft 2


Autor:innen:
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Copyrightjahr
2026
ISSN-Online
2942-3317
ISSN-Print
1615-634X

Kapitelinformationen


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Jahrgang 74 (2026), Heft 2

Am Rande des Journalismus. Rollenverständnis und Transformationspotenzial peripherer Akteur:innen in der DACH-Region


Autor:innen:
ISSN-Print
1615-634X
ISSN-Online
2942-3317


Kapitelvorschau:

In den vergangenen Jahren hat die Entgrenzung des journalistischen Feldes dazu geführt, dass die Unterscheidung zwischen Journalismus und Nicht-Journalismus zunehmend schwieriger geworden ist. In der Journalismusforschung wird deshalb besonderes Augenmerk auf sogenannte periphere Akteure gelegt, also jene, die zwar oftmals journalismusähnliche Inhalte produzieren, aber nicht im traditionellen Sinne als Journalist:innen gelten. Beispiele sind Blogger:innen, Influencer:innen, Bürgerjournalist:innen oder medienaffine Start-Ups. Diese Beispiele verdeutlichen, dass periphere Akteure eine hohe Heterogenität aufweisen, was eine systematische Analyse erschwert. Um ein besseres Verständnis der Peripherie des Journalismus zu ermöglichen, wurden für die vorliegende Studie 358 periphere Akteur:innen im deutschsprachigen Raum befragt, um zentrale Aspekte der Selbstidentifikation, des Rollenverständnisses und ihr Transformationspotenzial im Hinblick auf den professionellen Kern des Journalismus zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen, dass viele periphere Akteur:innen Ähnlichkeiten mit Journalist:innen im Kern aufweisen, sich in ihrer publizistischen Tätigkeit jedoch stärker auf Themen wie soziale Teilhabe, Meinungsbildung und gesellschaftlichen Wandel konzentrieren wollen. Gleichzeitig gibt es Unterschiede in Form einer geringeren Betonung von Autonomie sowie einer weniger kritischen Distanz. Die Studie identifiziert fünf Cluster peripherer Akteur:innen: Überwachende, Anwaltschaftliche, Beobachtende, Dienstleistende und Unpolitische, die sich in ihren Rollenverständnissen und Transformationspotenzialen unterscheiden. Während einige Akteur:innen den Journalismus ergänzen oder reformieren wollen, verfolgen andere antagonistische Ansätze.

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