@article{2023:christiansen:klimarecht, title = {Klimarechtsschutz und Paradoxien beim EuGH – Warum die Plaumann-Formel nicht mehr zeitgemäß ist}, year = {2023}, note = {Ende März 2021 erging das Urteil des EuGH im sogenannten People’s Climate Case. Der EuGH bestätigte die Abweisung der Klage durch das EuG, da es den Kläger*innen an der Klagebefugnis fehlte. Nach wie vor zieht der EuGH zur Auslegung der Klagebefugnis von Individualpersonen die Formel heran, die er vor 60 Jahren in seiner Plaumann-Rechtsprechung entwickelte. Mit Blick auf die omnipräsente Bedrohung des Klimawandels wirft diese Entscheidung erneut die Frage auf, ob das Festhalten des EuGH an der Plaumann-Formel noch im Einklang mit dem Grundsatz des effektiven Rechtsschutzes steht und ob er wirklich so fest an seine bisherige Auslegung gebunden ist, wie er vorzugeben scheint. In diesem Beitrag wird die zentrale Rolle der Plaumann-Formel bei der restriktiven Auslegung der Klagebefugnis für Individualpersonen dargestellt und das Problem herausgearbeitet, das sich im Kontext von Umwelt- und Klimaschutz betreffenden Sachverhalten stellt. Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung des Wandels der Union und dem nunmehr existierenden Gebot eines effektiven Rechtsschutzes wird diese Auslegung kritisch beleuchtet, um dann schließlich die Gründe des Gerichtshofs für sein Festhalten an seiner eigenen Rechtsprechung und mögliche Lösungsansätze der dargelegten Problematik zu erarbeiten.}, journal = {ZEuS Zeitschrift für Europarechtliche Studien}, pages = {31--56}, author = {Christiansen, Liv and Masche, Cora}, volume = {26}, number = {1} }