@book{2024:hoever:sie_sind, title = {»Sie sind hinter uns her!«}, year = {2024}, note = {Verschwörungstheorien mit ihren oft grotesken Inhalten fordern zu Abgrenzung und Kopfschütteln heraus. Gleichwohl geht von ihnen ein bizarrer Unterhaltungswert aus – nicht nur für Außenstehende, sondern ganz dezidiert auch für diejenigen, die den Erzählungen über Konspirationen, Komplotte und Kabale Glauben schenken. Ausgehend von diesem Befund entwickelt André Hoever in seinem kultursoziologischen Essay eine aufschlussreiche Perspektive auf das Phänomen Verschwörungstheorie. Bei Verschwörungstheorien handelt es sich um einen emotionalisierten Versuch, sich für die Gesellschaft zu engagieren. Damit begeben sich diese in Opposition zum Selbstverständnis der aufgeklärten Gesellschaft, dem zufolge Krisen durch Fachwissen gelöst werden. Öffentlich regiert die Sachlichkeit, Emotionen hingegen werden ins Private geordnet. Verschwörungstheorien überbrücken diese Trennung, indem sie Emotionen mit Elementen aus dem Entertainment verbinden und so öffentlich machen. Anhänger:innen von Verschwörungstheorien übertragen die Erzählform des Thrillers auf die Realität. Sie machen sich zu Protagonist:innen einer Geschichte und verleihen dadurch ihren Emotionen einen gesellschaftsrelevanten Sinn. Dadurch wollen sie, vermeintlich besser als die Fachleute, das soziale Krisenproblem lösen.}, edition = {1}, publisher = {v. Hase & Koehler 1797}, address = {Weilerswist-Metternich}, series = {v. Hase & Koehler Essays}, volume = {5}, author = {Hoever, André} }