@article{2025:prinzing:medialer_p, title = {Medialer Public Service als Garant für Demokratie? Sechs Wegmarken für eine Mediengesellschaft mit Zukunft – ein Essay}, year = {2025}, note = {Menschen verlässlich informieren und so, dass sie sich frei eine Meinung bilden können, ihnen ein Forum bieten für Diskussionen über Themen, die die Gesellschaft umtreiben, sowie die Mächtigen kritisch beobachten: Das macht Journalismus systemrelevant in einer Demokratie. Damit kann er einen Public Service, eine Dienstleistung erbringen, aus der Public Value entsteht, etwas „Wert“volles für die Gesellschaft. Redet man über „Public Service“, dann denken viele aber ausschließlich an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR), der zu diesem Dienst verpflichtet ist. Doch diese Leistung erbringen auch andere Medien: privatfinanzierte, stiftungsfinanzierte. In diesem Essay wird argumentiert, medialen Public Service auf keinen bestimmten institutionellen Rahmen beschränkt, sondern generell als leitendes Prinzip für journalistische Leistungen zu sehen, die „systemrelevant“ sind, also förderlich für die Demokratie. Darin steckt auch Potenzial für eine Gegenkraft zur Tendenz zur Erosion von Demokratien. Die Argumentation verläuft entlang von Eckpunkten, an denen traditionelle Institutionen (im deutschsprachigen Raum etwa ARD, ORF, SRG) ihren Public Service-Auftrag und damit die Rolle von Journalismus ausrichten – Demokratiebezug; Publikumserwartungen und -bedürfnisse wie Information, Repräsentation, Regionalität; Gemeinwohl und Public Value. Und sie stützt sich auf Vorschläge, die Umsetzung von Public Service zu reformieren und besser an das durch digitale Transformation geprägte Umfeld anzupassen. Das führt zu sechs Wegmarken für eine demokratische Mediengesellschaft, deren Garant ein sich dem Public Service im erweiterten Sinn verpflichtender Journalismus ist.}, journal = {M&K Medien & Kommunikationswissenschaft}, pages = {195--213}, author = {Prinzing, Marlis}, volume = {73}, number = {2} }