@book{2008:renzsch:ausgaberes,
title = {Ausgaberestriktionen der Länder in Deutschland: Das Beispiel Freie Hansestadt Bremen},
year = {2008},
note = {Der bundesstaatliche Finanzausgleich geht von der Fiktion eines
gleichen Bedarfs je Einwohner aus. Die empirische Analyse zeigt aber,
dass bundesgesetzliche Vorschriften und andere Verpflichtungen, auf
die die Landespolitik keinen Einfluss hat, zu deutlich
unterschiedlichen Lasten führen. Diese vor allem sozialpolitischen
Lasten fallen in den finanzschwachen Ländern deutlich höher aus als
in den finanzstarken. Die Finanzkraftunterschiede werden durch die
extern verursachten Belastungen zu Lasten der finanzschwachen Länder
erhöht. Ihnen bleiben weniger Mittel für originäre Landesaufgaben -
in der Folge sind sie gezwungen, sich zur Erfüllung ihrer
verfassungsmäßigen Aufgaben in einem höheren Maß zu verschulden.
Der Zirkel aus unterdurchschnittlichen Einahmen und höheren extern
verursachten Lasten führt zu weniger zukunftsorientierten Ausgaben,
aber zu höheren Zinsbelastungen. Verschärft wird die Problemlage in
den Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit durch einen dauerhaften
Bevölkerungsverlust. Eine negative demografische Dynamik schlägt
sich unmittelbar in niedrigeren Ansprüchen im Länderfinanzausgleich
und damit geringeren Einnahmen nieder, die Lasten nehmen dem
gegenüber jedoch nicht oder nur sehr langsam ab.  Aus einer solchen
Situation kann sich ein Land wie Bremen, an dessen Daten die
Problematik beispielhaft aufgezeigt wird, nicht mehr selbst befreien.},
edition = {1},
publisher = {Nomos},
address = {Baden-Baden},
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volume = {},
author = {Renzsch, Wolfgang}
}