Populismus und Extremismus
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Bibliographische Infos

ZfP Zeitschrift für Politik
Jahrgang 64 (2017), Heft 1
- Autor:innen:
- | | | | | | |
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Copyrightjahr
- 2017
- ISSN-Online
- 2941-8879
- ISSN-Print
- 0044-3360
Kapitelinformationen
Jahrgang 64 (2017), Heft 1
Populismus und Extremismus
- Autor:innen:
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- ISSN-Print
- 0044-3360
- ISSN-Online
- 2941-8879
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Der Erfolg der Alternative für Deutschland (AfD) bei Landtagswahlen seit drei Jahren wirft die Frage nach ihrer Einordnung auf. Wer sie als »rechtspopulistisch« kennzeichnet, hat sich damit noch nicht zu der Frage »demokratisch oder extremistisch?« geäußert. Extremismus ist die Antithese des demokratischen Verfassungsstaates, Populismus ein Politikstil, gekennzeichnet vor allem durch den Antagonismus von Volk und Elite, ebenso durch einen charismatischen Anführer, durch medienwirksame Inszenierung der eigenen Positionen, ferner durch Schaffung von Krisen. Es ergeben sich vier Idealtypen: erstens demokratisch, nicht-populistisch; zweitens extremistisch, nicht-populistisch; drittens extremistisch, populistisch; viertens demokratisch, populistisch. Die AfD ist im Kern eine populistische Partei, auch wenn sie nicht über einen charismatischen Vorsitzenden verfügt, aber keine extremistische, wiewohl ihre Aussagen zum Islam schwammig sind. Eine Konfliktkultur in Deutschland könnte sie schwächen.