Kirchliche Krisenkommunikation: pathetisch und patriotisch. Deutschschweizer Radio-Predigten vor und während des Zweiten Weltkriegs

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Cover der Ausgabe: Communicatio Socialis (ComSoc) Jahrgang 42 (2009), Heft 2
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Communicatio Socialis (ComSoc)

Jahrgang 42 (2009), Heft 2


Autor:innen:
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Copyrightjahr
2009
ISSN-Online
2198-3852
ISSN-Print
0010-3497

Kapitelinformationen


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Jahrgang 42 (2009), Heft 2

Kirchliche Krisenkommunikation: pathetisch und patriotisch. Deutschschweizer Radio-Predigten vor und während des Zweiten Weltkriegs


Autor:innen:
ISSN-Print
0010-3497
ISSN-Online
2198-3852


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Theoretische Ansätze zur Krisen- und Kriegskommunikation werden meist auf Kriegsberichterstattung angewandt, in den vergangenen Jahren insbesondere im Zusammenhang mit den Golfkriegen. Dass die Erkenntnisse diesbezüglicher Forschung auch sinnvoll auf andere Medieninhalte bezogen werden können, zeigt die hier vorgestellte explorative Studie. Sie befasst sich mit Krisen- und Kriegskommunikation im Schweizer Rundfunk vor und während des Zweiten Weltkriegs, konkret in Radio-Predigten der katholischen und evangelischen Kirche. Erstmals wurde dazu zunächst die Geschichte der Radio-Predigten aufgearbeitet. Vor diesem Hintergrund wurden die Untersuchungskriterien der qualitativen Inhaltsanalyse aus den Techniken der Propaganda und der Krisen- und Kriegskommunikation entwickelt. Die wichtigsten Ergebnisse: Die Kriegskommunikation ist pathetischer, patriotischer und politischer als die Krisenkommunikation vor Kriegsbeginn. Die Katholiken übernahmen – im Gegensatz zu den Reformierten – die Ideen der „Geistigen Landesverteidigung“, welche die Behörden propagierten. Überraschend ist, dass Abwertungen der Juden trotz des Neutralitätsgebots nicht zensiert wurden. 

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